Corneille und Colombo Max: Lebensdaten

1875

Geburt von Corneille am 12. Mai in München.

1877

Geburt von Colombo am 10. Mai in München.

1878

Ernennung des Vaters Gabriel zum ordentlichen Professor für Historienmalerei und religiöse Stoffe an der Münchner Akademie der Bildenden Künste. Die Familie lebt winters in der Stadt, sommers in Ammerland am Starnberger See.
Privatunterricht durch Hauslehrer, Teilnahme an naturwissenschaftlichen und spiritistischen Experimenten des Vaters.
Erste künstlerische Ausbildung der Brüder bei Vater Gabriel; dann Studium an der Münchner Kunstakademie: Corneille bei Professor Gabriel von Hackl (1843-1926)

1897

Colombo bei Professor Wilhelm von Diez (1839-1907). Beide besuchen abschließend die private Kunstschule von Anton Azbé (1859-1905). Colombo unternimmt zu Studienzwecken mit Freund Josef Wackerle (1880-1959) eine ausgedehnte Reise nach Italien. Weitere Studienreisen unternehmen die Brüder gemeinsam. Es folgen Auslandsaufenthalte, unter anderem nach Venedig, Florenz, Rom, Neapel und Sizilien.

1900

Militärdienst der Brüder.

1901-02

Studienaufenthalte Colombos im Haus des Bildhauers Adolf von Hildebrand (1847-1921) bei Florenz.

1905

Corneille heiratet Wilhelmine, genannt „Stora“ oder „Storchl“ (1877-1943), Tochter des Münchner Architekten Lorenz Gedon (1844-1833).

1906

Die Brüder, Stora und Wackerle verleben den Sommer in San Fruttuoso an der italienischen Riviera. Colombo wird dort fünf weitere Sommer verbringen.

1907

Als Mitglieder der „Königlich Privilegierten Münchner Künstlergenossenschaft“ erhalten die Brüder Gelegenheit, ihre Werke in den Räumen in der Maximilianstrasse sowie im Glaspalast zu präsentieren (Corneille erstmals 1907 bis 1925, Colombo seit 1912 bis 1931)

1910

Colombo heiratet die Graphikerin und Tänzerin Paula Schmid (1887-1935), die ihren Sohn Thomas (1907-1945) in die Ehe bringt, den Colombo adoptiert.

1914

Die Brüder werden zum Kriegsdienst nach Flandern und Nordfrankreich eingezogen.

1915

Freistellung Corneilles vom Kriegsdienst aufgrund seiner Kampfgasverletzung.

1917

Tod des Vaters. Die Brüder ordnen den väterlichen Nachlass. Verkauf des Ateliergebäudes sowie der naturwissenschaftlichen Sammlung an das Mannheimer Reiss-Museum. Colombo liefert bis Kriegsende Illustrationen für die in Flandern erscheinende deutschsprachige „Liller Kriegszeitung“.

1924

Corneille, erfolgreich als Bildnismaler, speziell von Kinderporträts, stirbt an den Spätfolgen seiner Gasvergiftung. Colombo übernimmt zahlreiche Aufträge des Bruders.

1931

Zerstörung des Glaspalastes. Teilnahme Colombos an Ausstellungen im Ausweichquartier in Räumen des Deutschen Museums.

1935

Tod von Colombos Ehefrau Paula.

1943

Colombos Atelier in München wird bei einem Bombenangriff zerstört, dabei auch Teile des väterlichen Nachlasses sowie Werke der beiden Brüder. Endgültiger Umzug an den Starnberger See. Tod von Corneilles Witwe Stora.

1970

Colombo stirbt im Max-Haus in Ammerland.